Insekten und Bienensterben

Dietmar Kanand

Von den über 500 Wildbienenarten in Deutschland ist die Hälfte vom Aussterben bedroht. Dies hat fatale Folgen, denn Bienen gehören zu den wichtigsten Blütenbestäubern und haben eine entscheidende Bedeutung für das Ökosystem sowie die globale Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.

Das Bienensterben äußert sich auf verschiedene Weise: Viele Imker beklagen den Verlust ganzer Honigbienenvölker; in manchen Regionen kommt es zu Rückgängen heimischer Arten. Als Hauptursache vermuten Experten vor allem den Einsatz von Insektiziden und die schwindende Pflanzenvielfalt durch flächendeckenden Ackerbau. Auch der Klimawandel sowie ein vermehrter Befall durch Parasiten und Krankheitserreger werden als Faktoren betrachtet. Der bisherige Forschungsstand legt nahe, dass der Bienenschwund auf eine Kombination aus verschiedenen Umwelteinflüssen zurückzuführen ist.
Die industrielle Landwirtschaft spielt dabei eine große Rolle.

Albertus Heine, selbst Landwirt, mahnt vor Überdüngung und dem nicht fachgerechten Einsatz chemisch-synthetischer Insektizide. Der Einsatz von Insektizide muss auf ein Minimum reduziert und wissenschaftlich begleitet werden.

Ebenso sprach Albertus Heine den Verlust von vielfältigen Strukturen wie Hecken, Feldrainen und Blühflächen an.

Der Kreis Höxter muss zum Blumenparadies für Bienen und Insekten werden, fordert die SPD Kreistagsfraktion. Die Verteilung der kostenlosen Samentütchen in diesem Jahr war ein Anfang, um das Bienensterben aufzuhalten.

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