SPD-Kreistagsfraktion setzt sich für den Erhalt des Flughafens Paderborn-Lippstadt ein

Gleichwohl sieht die SPD die Bedeutung des Flughafens sowohl als Standortfaktor, die der gesamten Region eine internationale Anbindung ermöglicht, wie auch als imagebildende Einrichtung. Daher würde die SPD-Kreistagsfraktion einer erhöhten Verlustabdeckung bis Ende 2020 zustimmen, allerdings unter der Voraussetzung, dass dann eine erneute Überprüfung der Rahmenbedingungen sowie der angefallenen Verluste stattfindet.

„Der Flughafen Paderborn-Lippstadt hat eine enorme Bedeutung für unsere Region, daher begrüßen wir die Bemühungen der Geschäftsführung, dem Flughafen auch als Cargo-Standort eine größere Bedeutung zukommen zu lassen.“, so Andreas Suermann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Eben aus diesem Grund sieht man die derzeitigen Aussagen der Grünen zu diesem Thema mit wachsendem Unmut. „Den Flughafen vor die Wand fahren zu lassen, ist reinster Populismus und würde lediglich dazu führen, eine ganze Region im ländlichen Raum weiter abzuschotten“, so Suermann weiter.

Gleichwohl stellt auch die SPD-Kreistagsfraktion einige Bedingungen für eine Weiterfinanzierung und fordert vor allem eine stärkere Beteiligung der Wirtschaft. „Es reicht nicht aus, immer neue Forderungen in Richtung Politik zu formulieren.

Die Wirtschaft muss selber tätig werden“, so Suermann. Wie positiv sich ein Engagement der Wirtschaft auf die Entwicklung eines Flughafens auswirken kann, sieht man am Beispiel Memmingen.

Vor nicht langer Zeit war der Flughafen Memmingen kleiner als PAD. Heute ist er ein breit aufgestellter Flughafen. Im Sinne der mehr als 1600 direkt Beschäftigten und mehr als doppelt so viel indirekt Beschäftigten ist für Paderborn jede Form der Beteiligung zu prüfen.

Darüber hinaus zählt auch jeder Einsatz, der unseren Flughafen wieder in sicheres Fahrwasser bringt.

Daher begrüßt die SPD-Kreistagsfraktion Höxter die Bemühungen der SPD-Landtagsfraktion, den gesamten Bereich der Flugsicherung in staatliche Hand zu geben, und fordert die CDU auf, ihrerseits die Bemühungen der Initiative auch auf Bundesebene zu unterstützen.

„Dem Vorhaben von Innenminister Seehofer, den gesamten Bereich der Flugsicherung noch stärker zu privatisieren, ist sowohl unter Sicherheitsaspekten als auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung Einhalt zu gebieten“, erklärt Frank Oppermann, Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion.

Flugsicherung und Passagierkontrolle sind hoheitliche Aufgaben und damit staatlich. Jede Privatisierung gehe immer zu Lasten des ländlichen Raumes und zugunsten der Ballungszentren, ist man sich in der SPD Kreistagsfraktion sicher: „Daher kämpfen wir auch im Kreis Höxter für den Erhalt des Flughafens Paderborn-Lippstadt, in der Hoffnung, dass ein breiter Konsens OWL-weit zwischen CDU und SPD erzielt werden kann. Es liegt dann auch in den Händen des neuen Kreistages, die Weichen für eine sichere Zukunft unseres heimischen Flughafens zu stellen.“  

Mit sozialdemokratischen Grüßen

Eure Kreistagsfraktion

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